Susanne Schachinger

Philosophie des Rai-Reitens

„Man muss das Rai-Reiten nicht lernen – man muss es begreifen.“ Fred Rai

Beim natürlichen Rai-Reiten fühlt sich das Pferd unter seinem Leittier „Mensch“ sicher und geborgen und gehorcht ihm freiwillig ohne schmerzhaften Zwang. Beim Rai-Reiten haben Pferd und Mensch gemeinsam Freude am Reiten.

Wie ist das möglich? Das natürliche Rai-Reiten basiert auf einem tiefen Verständnis der Psyche, des Gefühlslebens und der Verhaltensweisen des Fluchttieres „Pferd“. Der Mensch lernt,  wie er mit dem Pferd in einer verständlichen Sprache kommunizieren kann. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Natur dem Pferd keinen Schmerzschrei gegeben hat. Auch ist wesentlich, dass Gefühle vom Mensch auf das Tier übertragbar sind und damit das Leittier „Mensch“ über die Voraussetzung verfügt, beim Pferd ein positives Grundgefühl zu erzeugen.

Hilfsmittel wie Peitsche, Sporen, Kandare, Trense oder Ausbindezügel sind beim Rai-Reiten überflüssig. Wir reiten mit einem leichten Schnurhalfter, dem sogenannten "Bändele" am lockeren, durchhängenden Zügel ohne ständige Einwirkung des Reiters auf die natürliche Haltung des Pferdes. 

Wenn wir das Pferd verstehen, wird es ein guter und berechenbarer Freund und wird uns freiwillig folgen.